Wann:
23. November 2023 um 18:00 Europe/Berlin Zeitzone
2023-11-23T18:00:00+01:00
2023-11-23T18:15:00+01:00
Wo:
Altes Schulhaus, Schulstraße 10 in Verden-Dauelsen
Preis:
Kostenlos
„Mutmacher“ Markus Bock: Offen über Depressionen und Ängste sprechen @ Altes Schulhaus, Schulstraße 10 in Verden-Dauelsen

Noch bis zum 20. Oktober findet die bundesweite Woche der Seelischen Gesundheit statt. Das Ziel in diesem Jahr lautet: „Zusammen der Angst das Gewicht nehmen“.

Passend dazu hat Kathrin Packham, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Verden, Markus Bock für eine „Lesung“ gewinnen können. Bock ist „Depressionist, Drüberreder, Mutmacher“ und nennt seinen preisgekrönten Blog daher folgerichtig: „Verbockt! Die Depression hat mich bestimmt. Jetzt bin ICH dran. Vielleicht…“

Depressionen und Ängste gehören zu den Volkskrankheiten in Deutschland. Jährlich erkranken über fünf Millionen Menschen hier an einer Depression. Dabei sind, statistisch gesehen, Frauen doppelt so häufig betroffen wie Männer. Warum Frauen öfter die Diagnose Depression als Männer bekommen, ist nicht geklärt. Angenommen wird allerdings, dass die Depression bei Männern oft nicht erkannt wird, weil die Symptome andere sind als bei Frauen, wie beispielsweise Reizbarkeit, Sucht- und anderes exzessives Verhalten. Hinzu kommt, dass Männer sich seltener Hilfe suchen. Dies ist wohl einer der Gründe dafür, dass Männer häufiger durch Suizid sterben. „Schuld“ sind unter anderem traditionelle Rollenbilder vom sogenannten „starken Mann“, der nicht über seine Ängste spricht. Kathrin Packham erläutert: „Die Gender-Medizin hat in vielen Bereichen festgestellt, dass Frauen und Männer je nach Krankheit andere Symptome zeigen und unterschiedlich behandelt werden müssen. Gerade bei psychischen Erkrankungen kommt aber hinzu, dass das Darübersprechen stark tabuisiert ist. Ich hoffe, dass Markus Bock ein kleines bisschen zur Entstigmatisierung beitragen kann.“

Markus Bock spricht über das, was viele nur denken können: Wie fühlen sich Depressionen und Suizidgedanken an? Wie jeden Tag damit leben? Was passiert bei einer Therapie und im persönlichen Umfeld? Hier geht es nicht um Zahlen, Daten, Medikamente. In „Die Depression hat mich bestimmt. Jetzt bin ich dran. Vielleicht …“ geht es um einen ungeschönten Blick auf die Gefühlswelt in depressiven Lebensabschnitten und deren Auswirkungen. Die Lesung aus Bocks „Kladde“ ist kein Ratgeber, sondern ein offener und verständnisvoller Tatsachenbericht. Beim anschließenden Publikumsgespräch in angenehmer Atmosphäre ist Bock offen für Fragen.

Betroffene und Nichtbetroffene, Angehörige und Interessierte aller Geschlechter sind herzlich eingeladen.